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Alin Coen Band – Kulturladen Konstanz – 19.05.2011

Das digitale Zeitalter hat eine eindeutige Sehnsucht nach einer neuen deutschen Welle an Singer/Songwritern entfacht. In Zeiten von Facebook, Twitter, Youtube, Lady Gaga, Mashups, Elektro-Überflutung, Blogs (wie diesem), Myspace, Reizkriegen, Downloads, Tweets, Comments, Soundclouds etc. usw. … haben klare Musik und ihre einfachen Geschichten eine besondere Wirkung. Es ist die Rückkehr ans Lagerfeuer, während die ganze Welt mit Laserschwertern kämpft.Die neuen Liedermacher heißen Gisbert zu Knyphausen oder auch Phillip Poisel und schreiben mal mehr (gisbertzuknyphausen) uns mal weniger (philipppoisel) grandiose Musik. Singer/Songwriterinnen sind bei alledem jedoch Mangelware. Und genau hier tritt Alin Coen auf den Plan.

Zweisprachig aufgewachsen auf einem Biobauernhof bei Stockholm, dort, nach eigener Aussage, erstmals, zwischen Kühen und Schafen in die Gitarre gegriffelt, und Lieder geschrieben. Alin Coen wirft eine gehörige Portion Hippie-Attitüde hinter das mit Spickzetteln beklebte Keyboard und frönt dieser in seltsam süßen bis komplett verwirrten Ansagen. Vielleicht muss das so sein. Die Bauernhof-Songs spielt sie bis heute, jetzt freilich mit Band und mehrmals überarbeitet.Die drei Musiker neben Alin Coen setzen alles daran, dass die Musik mehr ist als bloßes Begleitgedudel und arrangieren sich beinahe um den Verstand. Das ist ein wenig to much, zuviel des Guten. Denn im Vordergrund steht die Stimme, so ist das halt bei Songwritern. Und die Geschichten die sie erzählt. Auf deutsch ist das durchaus eindringlich und ungewöhnlich, auf englisch seltsam belanglos. Nichtsdestotrotz bleibt die Stimme im Ohr. Glockenklar. Voller Oppositionen. Eine Stimme die bewegt. Sich selbst und – in manchen Momenten – auch ihre Zuhörer.

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