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Burning-Eagle (Festival) – Franz K. Reutlingen – 16.04.2011

Das Franz K. ist ein altes Kino, die Sitze sind längst Sperrmüll und trotzdem, vielleicht aus Gewohnheit, presst man sich auf den Boden und schon zuckt der die Wade, droht der Krampf. Die meisten Bands spielen so 30-45 Minuten. Super, denkt man sich dann, denn 20 Minuten erträgt man ja auch mal das schlimmste Gejaule. Das hat Burning Eagle aber leider nicht zu bieten.

Von The Legendary Lightness hören wir nur circa drei Minuten sympathisches Gejamme. Yesterday Shop, ein regionaler, blutjunger Act klingt unheimlich ausgereift und ausgereift unheimlich. Das „Me“ von Me And My Drummer hat eine Stimme auf Lager, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt (im positiven Sinne, natürlich) und die ich gerne einmal Dieter Bohlen mit gesundheitsgefährdender Lautstärke um die Ohren blasen würde. Laish wärmt die ganzen Blutgefäße ganz Folk-typisch wieder auf. Rachel Dadd und Alessi´s Ark sind beide so total verplant, dass man sich Sorgen machen könnte, aber singen so glockenklar und wunderschön, dass man sich Sorgen machen muss. Denis Jones zum Abschluss, erscheint als ein Besessener der eigenen Musik voller Hirngespinste und Zuckungen.

Sons Of Noel And Adrian indes wechseln ihre Instrumente wie Unterhosen und spielen alles in Grund und Boden. Die singen so als gäbe es nichts schönes auf der Welt. Gingeschwängerte Geschichten aus einem Land vor unserer Zeit. Wild West. Tod und Verderben. Vor uns zappeln zwei Dreadlock-Belockte fast wie unter Elektroschockeinfluss. Das ist falsch. Denn Sons Of Noel and Adrian ist keine Musik um sich zu bewegen. Das ist Musik zum erstarren – zu Stein. In Demut.


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