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Celo & Abdi – 25.01.2013 – Festhalle Karlsruhe-Durlach

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Der Artikel stammt vom Fuchs (Der Fuchs – Klick!)

Freitag, 25.01.2013, celo&abdi tourauftakt in karlsruhe-durchlach! parallel dazu released ihr labelboss und deutschraps oberbabo, haftbefehl, sein neues album „blockplatin“, welches ich mir leider noch nicht zu gemüte geführt hab‘. ich rechne mit einer platzierung in unter den top 3! (ne woche später, jetzt beim letzten überfliegen, kann ich dir platz 4 verkünden; ich habs mir die tage paar mal angehört^^). während der zugfahrt nach karlsruhe, fielen Jay und mir ständig potenzielle konzertbesucher auf, die wir zum beispiel beim umsteigen an den gleisen stehend, oder sogar im zug antrafen: die seiten frisch rasiert, „thuglife“-shirts in allen farben und natürlich stets bewaffnet mit einer bauchtasche.

celo, abdi, live, karlsruhe, durlach, tour, azzlacks (1)in karlsruhe angekommen um 18:30, stellten wir zu unserem entsetzen fest, dass wir total nüchtern waren! einlass in der festhalle durlach war um 19:00. jays bekannter T-Rex holte uns dann mit einem neuen audi a3 ab, den er extra für diesen abend ausgeliehen hatte! also schleunigst (immerhin stilsicher im mietwagen) in den nächsten supermarkt und zielsicher nach einer flasche jelzin wodka, sowie energydrink und pappbechern gegriffen. der fahrer trank nichts, aber gestattete uns (zur erheiterung aller beteiligten) das rauchen und trinken während der fahrt nach durlach. T-Rex drückt ordentlich aufs gas, während wir uns uns wodkabull reindrückten. laut pumpt ‚dagobert duck syndrom‘ vom mietwagentape. alle scheiben unten versteht sich. wodka halb leer, stehen mit dem auto am konzerteingang und sehen eine riesen schlange. T-Rex lässt es sich nicht nehmen einen lauten burnout hinzulegen, mit dem er ordentlich eindruck schinden konnte. auf dem parkplatz trinken wir aus und gehen rein.

ziemlich viel security, man wird relativ gut kontrolliert und abgetastet. T-Rex steht vor mir und ich sehe wie die security ihm ein messer abnimmt. aber kein stress, nach dem konzert darf er es wieder abholen wird ihm versichert. den anfang macht olexesh, dessen mixtape ich persönlich sehr feier‘. sein debut bei celo’s label 385i (kam nur ‚mietwagentape‘ drüber raus, am rest verdient hafti!). ende letzten jahres umsonst rausgekommen; 26 tracks. frage mich grad wieviele leute da waren…schätze mal über 100 auf jeden fall. olexesh spielt viel zu kurz, die anzahl der tracks konnte man an einer hand abzählen. dennoch überzeugend live. bier dort getrunken, rauchen gewesen. die crowd war überraschenderweise sehr gemischt. überwiegend männlich, aber nicht nur generation azzlack, sondern auch der eine oder andere martin. stimmung allgemein war durchgehend entspannt ausgelassen und angenehm. die crowd ging gut ab; wie du auch auf dem vid sehen wirst!

celo, abdi, live, karlsruhe, durlach, tour, azzlacksfür einen richtigen konzertbericht war ich selber zu verballert unterwegs! celo&abdi rissen dann richtig ab. stand mit den beiden relativ nah an der bühne, parallel dazu arme meistens oben. die beiden haben definitiv ne gute show abgeliefert und die leute mitgerissen.kannte nur das hinterhofjargon-album. ging ewig an mir vorbei und erst im januar mal komplett gegeben. gefiel mir richtig gut und die sind mir als menschen schon sympathisch iwie. hinzu kommt halt das man sich auf diesen style schon etwas einlassen muss. die kommen da mit einer parallelwelt, etwas ganz eigenem, aber eben etwas neuem und technisch für mich zum teil der wahnsinn! abdis part bei ‚hektiks‘ vom hj album kam live richtig fett..genauso wie beim track ‚hinterhofjargon‘, in dem das multilinguale vokabelheft abdi uns den besagten jargon etwas näher bringen will. ‚besuchstag‘ gehörte zu den highlights des konzerts. alle, wirklich alle, sangen voller insbrust den chorus mit. Jay sagte mir im nachhinein, dass er leicht schockiert war! haha ‚hazebusters‘ hat auch für ekstase gesorgt!:D und nach dem konzert ging es nach hd in die halle, teils flmriss!

Zum Abschluss gibt´s noch ein Highlight:Exklusive Liveimpressionen und Videomaterial vom Konzert, freihaus, aus dem Fuchsbau:

 

 

 

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Die Orsons – Jazzhaus Freiburg – 25.10.2012

Nun also Freiburg. Tourauftakt. Mainact “Die Orsons”. Gemischte Gefühle begleiteten mich als ich “Das Chaos und die Ordnung” zum ersten mal hörte. Ist das noch gut, neu abgefahren? Oder doch schon Cro? Sind das noch die Orsons die 2010, damals als Vorband, die Fetten Brote auf deren eigenen Tour sowas von dermaßen an die Wand gespielt hatten? Zugegeben, die Platte rotiert nun doch schon sehr regelmäßig in den Schaltkreisen meines iPods. Sie hat auch von hirnzerfickenden Texttracks von Maeckes (Unperfekt), über beatlastige Tuahymnen (Mars) bis hin zu durchgeknallten Plan B/Kaas Gurken (Zambo Kristall Merkaba) alles was ein Orsonsfanboiherz höher Schlagen lässt. Wie aber schmeckt der Eintopf live?

Aufgrund der klassischen Rituale, ihr kennt das ja, konnten meine Entourage und ich erst leicht verspätet das Jazzhaus stürmen. Wir drängen also zu den wohlbekannten klängen der Vorveröffentlichung “rosa, blau, grün” in die Mitte des gut gefüllten Konzertkellers. Aufgrund des, zu diesem Zeitpunkt noch sehr verhalten wippenden Publikums bleibt Zeit, um die Helden des Abends etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Während der erste Gedanke (“Mein Gott ist dieser Maeckes schön!”)  sofort von “Waren Tua und Plan B schon immer so breit?” in die Wüste geschickt wird, zündet Tua bereits seine Solobombe “Raus” an. Und die schlägt ein! Unter den verwunderten Blicken des Künstlers werden die ersten Circles gebildet und aufeinanderlosgegangen. Vollgas. Der intensive Schweißaustausch unter den Zuschauern wird nur kurzzeitig durch Perlen wie “Grausufenregenbogen”, unterbrochen, nur um es dann noch eine Nummer heftiger zu übertreiben.

Schnell wird somit auch klar, dass die Orsons nicht nur als Orsons funktionieren, sondern auch immer wieder die Bausteine Plan B, Maeckes, Tua und Kaas in den Fokus rücken. Der Wechsel zwischen Solomomenten der Künstler und Songs der Orsons ist aber keineswegs störend, sondern passt perfekt ins Gesamtkonzept der vollendeten Kurzeweile (ist das ein Wort?).  “Vodka Apfel Z” und auch  “Zambo Cristall Merkaba” werden frenetisch gefordert, gespielt und gefeiert. Letzteres wird in kompletter und epischer Spiellänge (ca. 10 Minuten) live performt. Dabei beweisen die Orsons nicht das erste mal an diesem Abend, dass das Spektrum ihrer Talente sich nicht nur aufs Texten und Beaten beschränkt, sondern dass auch die Comedy definitiv zu ihren Steckenpferden gehört: ei den Worten “Und nach dieser Portion Philosophie zurück zu der Werbung” wird der Song unterbrochen und eine von Maeckes gesprochene Werbung für den Merchstand zersetzt den Song.

Auch darüber hinaus regiert der Abwechslungsreichtum. Ständig wechseln die Protagonisten ihre Position auf der Bühne oder sind in anderer Form präsent. Tua begleitet Plan B bei “Mars” am Klavier, Maeckes unterstreicht mit Gitarrengeklimper den BuVisoco Hit “Horst und Monika” und eine der beiden Backroundsängerinnen schwingt das Tanzbein zusammen mit Plan B zu den klängen des aus Pulp Fiction bekannten “You never Can tell”. Geschlossen wird die 45 Minütige Zugabe von einem Medley bei dem jeder Song der Playlist noch einmal für knappe 5 Sekunden ertönt.

So endet also ein grandioser Konzertabend in dem Bewusstsein das die Orsons sich treu geblieben sind, in einer Zeit in der HipHop zuweilen in belanglosen Pop abdriftet und sie noch immer wunderbare, unverwechselbare Momente und Musik kreieren können. Wohlgemerkt mit eimerweise Popzitaten.

Von: Jochen Teufel.

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